Der „moralische Triathlon“: 2te Etappe

Als ich vor vielen Jahren einen alten Augsburger Maler fragte, was für ihn der Unterschied sei zwischen der Zeit, in der er jung war und der Zeit heute, erhielt ich eine unvergessliche Antwort. Er sagte: „Als ich jung war, war die Welt voller Schmetterlinge. Jetzt gibt es fast keine mehr!“

Man mag darüber lächeln, aber es ist doch für jeden fühlbar, daß eine Welt voller Schmetterlinge eine andere ist, als eine Welt ohne Schmetterlinge. Wir leben in einer Zeit unvorstellbarer Umweltzerstörung. Dabei kennen wir von allen Tier- und Pflanzenarten nur gerade mal ein Zehntel. Aber 40% von allen Arten, die wir kennen und noch nicht kennen sind entweder ausgerottet oder vom Aussterben bedroht. Die Aussterberate der Tiere und Pflanzen ist durch menschliche Einflüsse ca. 10.000 mal höher, als die natürliche wäre. 150 Tier- und Pflanzenarten sterben jeden Tag aus. Wir sind dabei, unseren Kindern eine furchtbar verödete Welt zu hinterlassen. Und wir sind alle mitschuldig daran. Ich. Du. Jeder. Wir verweigern uns nicht, sondern nehmen teil.


Darüber hinaus gibt es im Menschen ein fatales Selbstbewusstsein, mit allem doch irgendwie fertig zu werden. Und sei es unter geradezu irrsinnigen Opfern. Wir meinen, auch in einer Welt ohne Vögel, ohne Blumen, ohne Waldspaziergänge, ja, zur Not auch ohne Sonnenaufgänge, ohne den Wechsel von Tag und Nacht überleben zu können. Wir glauben daran, uns allem anpassen zu können. Aber welchen Preis zahlen wir?! Wie wenig Dankbarkeit gegenüber unserer Erde, die uns mit ihrer Vielfalt nährt und schützt und hervorgebracht hat! Wie wenig Verantwortungsbewusstsein und Liebe, auch gegenüber unseren Kindern, die in einer Welt leben müssen, die wir ihnen gestalten.

Leider hat in der Geschichte die Vernunft noch nie die Kraft besessen, große gesellschaftliche Veränderungen zu bewirken. Immer war das erst als Reaktion auf Katastrophen möglich oder auf nicht mehr zu ertragende Unmenschlichkeiten. Immerhin hat es ein Teil der Welt geschafft, sich dadurch in Staaten mit einer demokratischen Grundordnung zu organisieren. Wenn ich mir aber diese Gesellschaften genauer betrachte, sehe ich die schönen Werte der Demokratie durchtränkt von einer versteckten Rücksichtslosigkeit der Besitzenden gegenüber den Besitzlosen, einer überheblichen Zerstörungswut gegenüber der gesamten Tier- und Pflanzenwelt und einer leider wachsenden feindseligen Distanz zwischen den Kulturen und Religionen.


Ich habe im Frühjahr 2008 versucht, auf die gesellschaftliche Verhärtung aufmerksam zu machen, sichtbar durch den zunehmenden Sozialabbau, in dem ich zu Fuß von Dortmund nach München lief und jeden Abend Konzerte gab und Spenden zugunsten von Wohnungslosen sammelte. Es war der „Lauf gegen die Kälte“, nachzulesen unter www.laufgegendiekaelte.de. Dieser Lauf war das erste von insgesamt 3 Projekten. Gemeinsam bilden sie den „Triatlon der neuen Werte“.

Im zweiten Projekt „Die Lee(h)re der Flüsse“ – möchte ich auf die ungeheure Zerstörung unserer Natur aufmerksam machen, aber auch auf ihre Geduld und Schönheit, auf ihren bewahrenswerten Reichtum, aus dessen Überfluss auch die Menschheit, als eine von vielen Spielarten, hervorging. In engem Schulterschluß mit dem B.U.N.D. – Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, werde Teilstrecken von deutschen Flüsse entlang schwimmen – täglich bis zu 20 Kilometer – zu 52 Städten, und wie schon beim „Lauf gegen die Kälte“ Konzerte geben, Spenden sammeln für regionale Artenschutzprojekte, aber auch die Gelegenheit schaffen, sich zu informieren, zu diskutieren, auszutauschen und einer Politik mit einem klaren „Nein!“ entgegenzutreten, die nur von Profitgier und Rücksichtslosigkeit bestimmt wird.

Mehr zu lesen gibt es unter: Die Lee(h)re der Flüsse

Nun ist die Lee(h)re der Flüsse beendet, die aufgestauten Organisationsberge zu Hause erträglich abgearbeitet und der Schwimmer erholt. Zeit also, ein Fazit aus der ganzen Aktion zu ziehen.

…wie wars? Alles in allem – wunderschön! Ein paar Mal gefährlich, einmal, in Köln, ging es sogar ans Leben, einige Flüsse waren unmenschlich dreckig – aber so oft schwamm ich durch eine phantastische Natur, so oft war es ein herrliches Erlebnis, sich in die Umarmung der Flüsse zu begeben – und trotz der teilweise überlangen Strecken bin ich jedes Mal mit viel Lust an dem Projekt aus dem Wasser gestiegen.

Die Flüsse: Bei so vielen Schwimmstrecken ist es natürlich schwer, eine Gesamtbilanz zu ziehen. Die südlichen Flüsse sind – sofern nicht, wie am Lech, Staustufe um Staustufe ihnen das Leben schwer machen – herrliche, wilde, schnelle, strudelige und meist saubere Gesellen, voller Überraschungen. Eine der schönsten Strecken überhaupt an der Isar vor München, aber auch der eisige, graue Inn mit seinen gewaltigen Wassermassen hat uns sehr beeindruckt, oder die Pegnitz mit ihren wild durchschossenen Mäandern. Dem Neckar geht’s nicht gut, Aufstauungen, Begradigungen, Verschmutzungen vor Tübingen und Stuttgart, das hat uns traurig gemacht. Ähnlich geht man mit der Donau um. Noch schlimmer steht es mit dem Main bei Hanau und traurigster Höhepunkt in Süddeutschland bildete die Saar bei Saarbrücken.

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Vergleicht man die beiden großen Ströme in Deutschland, die Elbe und den Rhein, so möchte man dem Rhein ein Grablied singen und jeden herzlich umarmen, der gegen den Ausbau der Elbe kämpft.
Der Rhein ist auch der einzige Fluß, bei dem ich vom Schwimmen wirklich abraten möchte. Die durch Ausbau und Begradigung unberechenbaren Strömungen, der dichte Schiffsverkehr, die anliegenden, zu Restaurants umgebauten Schiffe, die Fähren, die Häfen, die Ein- und Ableitungen zu großen Industriekomplexen – und all die anderen Nachteile eines großen Stromes, dessen Flusscharakter längst untergegangen ist durch die industrielle Nutzung, der zu einer Wasserstrasse vergewaltigt wurde – und dagegen die Elbe mit ihren Auen und geheimen Buchten, Sandbänken, Windungen, Altarmen, mit Bibern und Fischadlern, Störchen und Graureihern – daß hier Politiker und Wirtschaft skrupellos versuchen eine weitere Schifffahrtsader zu installieren, bereit, einzigartige Auenwälder und Naturschutzgebiete zu zerstören, sollte den Widerstand jeden Bürgers wecken.
Im Norden dann die hübschen kleinen Flüsse Leine, Aller und Hunte, die verdreckte Alster in Hamburg und der Spitzenreiter in Sachen Verschmutzung: die Spree in Berlin, die zu einem Drittel aus Klärdreck besteht und in der ich mir Hände und Füße an scharfkantigem Müll zerschnitt.
Überrascht haben mich Ruhr und Mosel: sauberer als gedacht, wenn auch nicht wirklich sauber – aber wenn man hier noch ein bisschen bewusster dem Fluss hilft, kann es wieder sehr schön werden. Fulda und Weser widersprüchlich. Stark verbaut, aber durch teilweise sehr intakte Natur strömend. Und mein Schwentinchen bei Kiel ein toller tier- und pflanzenreicher Abschluß!

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Das Schwimmen: Was ich nicht bedacht hatte: daß die ganzen südlichen Donauzuflüsse im Mai das Alpenschmelzwasser tragen – am kältesten Iller und Inn mit 8 Grad – trotz zäher Halbindianernatur waren Bronchitis, Mittelohr- und eine Kehlkopfentzündung die Folge und führten dazu, daß ich einige Tage nicht schwimmen konnte. Gefährliche Strömungen gab es eigentlich nur am Rhein – wobei das gefährlichste an ihnen ja immer ist, daß man in Panik gerät oder kein wirklich guter Schwimmer ist oder betrunken ins Wasser geht. Das sollte man lieber unterlassen! – Eine andere Gefahr, der Algenbewuchs, war vor allem an der Ruhr und an der Schwentine ein Problem. Steine und Baumstämme unter Wasser sorgten für Schrammen und blaue Flecke vor allem an Isar und Weißer Elster, Pegnitz und Fulda. Verletzungen durch Metallmüll in Spree, Alster und Weser. Die kürzeste Schwimmstrecke in Berlin, durch den Schwimmstopp der Wasserschutzpolizei: 8 km – die längsten in Potsdam, 26 km, und in Bremen, 27 km. Besonders anstrengend waren die Schwimmstrecken nach Hanau und Fulda (die ich mit Oberarmkrämpfen beendete), Trier, Potsdam und Bremen, teils durch ihre Längen, aber vor allem, weil ich durch die Aufstauungen und die starken Gegenwinde gegen die Strömung anschwimmen musste. Zum Vergleich: für die 18 km am rasenden Inn brauchte ich 3 Stunden. Für die gleiche Strecke im Main bei Hanau 9 Stunden (ohne Pause). Daher ist die viel gestellte Frage, wie lange ich für 20 km brauche, so nicht zu beantworten. Ohne Strömungshilfe und mit Gegenwindsattacke betrug die reine Schwimmzeit meist 3km pro Stunde. Durch die erkältungsbedingten Ausfälle war die Gesamtschwimmstrecke etwas kürzer als geplant, aber ich komme immerhin auf 848 km.

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Was konnten wir bewirken? Wie schon beim „Lauf gegen die Kälte“ gab es bei diesem Projekt ein „Hauptziel“ und ein „Nebenziel“ für mich. Vor allem ging es mir darum, Menschen (insbesondere in Großstädten), die von dem allmählichen Verschwinden so vieler Tier- und Pflanzenarten gar nichts mitbekommen, auf die Verödung der Welt aufmerksam zu machen. Es war auch der Versuch, über das Staunen, was dieser „Verrückte“ da tut, die Überlegung zu wecken, ob es nicht vielleicht dringend nötig wäre, auch selbst irgendetwas zu tun. Es war auch ein Protest, daß man diese zum Teil doch noch wunderschönen Flüsse schützen muß und nicht in leblose Industriekanäle verwandeln soll, und es war eine Einladung mitzumachen, in den Fluß zu steigen, ihn kennenzulernen als einen zarten, faszinierenden Lebensraum voller geheimer Schönheit. Denn es gehört zu dem Grundrecht jedes Menschen, in einem sauberen Fluß baden zu dürfen. Dieses Hauptziel wurde für mich sehr zufrieden stellend erreicht. Nach einer anfänglich deutlich spürbaren Skepsis seitens der Medien: ob so etwas überhaupt machbar sei, 20 km schwimmen und dann noch Konzerte geben, ob da nicht wieder ein Hochstapler und Gutmensch am Werke sei, war die Berichterstattung bald phänomenal: jede Tageszeitung brachte Artikel, sämtliche lokalen Radiosender, aber auch regionale Rundfunk und TV-Sendungen berichteten. Das war sicher auch der hervorragenden Pressearbeit in der Bundesgeschäftstelle des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland) zu verdanken (Mark, Christiane und Antje aus Berlin), die mich hier großartig unterstützten.

Es sind übrigens auch immer wieder Paddler und Schwimmer mit mir ins Wasser gestiegen, manche sogar mehrfach – denen sei an dieser Stelle ganz besonders gedankt!

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Das Nebenziel allerdings, die Spenden – das blieb weit unter meinen Erwartungen zurück (siehe auch Spendentabelle am Ende des Fazits). Ich hatte mit den Erfahrungen kalkuliert, die wir beim „Lauf gegen die Kälte“ gesammelt hatten: geringe, aber doch spürbare Unterstützung seitens einiger Bürgermeister. Eine Durchschnittsspende von ca. 10.- Euro pro Konzerbesucher. Überregionale Spenden in beträchtlicher Höhe, von denen man einen Großteil der anfallenden Unkosten auffangen kann. So konnten wir beim „Lauf gegen die Kälte“ 2008 rund 20.000.- Euro an Obdachlose weitergeben. Bei der „Lee(h)re der Flüsse“ kommen wir hingegen nur auf enttäuschende 1.421.- Euro. („Immerhin“, sagen manche, zeitweise sah es so aus, als würde ich das Projekt mit einem riesigen Schuldenberg beenden).

Woran liegt das? Zum einen waren die Unkosten etwas höher. Konnte ich bei Lauf theoretisch alles alleine machen, brauchte ich hier ein Team, brauchte Kanu, Bus, Rettungsinsel, Ausrüstung – das bedeutete auch: Verpflegung für bis zu fünf Personen, Übernachtungen, Benzin, Fahrtkosten der Gast-Künstler usw. – dennoch konnten wir die vorher kalkulierte Unkostenpauschale von 500.- Euro pro Konzert einhalten (im Vergleich zu den 380.- Euro, die wir beim „Lauf“ hatten).

Zweiter Punkt: die Unterstützung seitens der Bürgermeister war deutlich geringer. Nur die Stadt Koblenz war bereit die 500.- Euro komplett zu tragen. Lindau gab 300.- Euro, Würzburg 250.- Euro, Karlsruhe, Trier und Dessau gaben 200.- Euro und Bamberg 100.- Euro) – alle anderen Bürgermeister der 48 angefragten Städte konnten oder wollten das Projekt nicht unterstützen. Damit kommen wir auf eine Gesamtsumme von 1.750.- Euro (im Vergleich dazu waren es bei 28 „Lauf“-Städten im Jahr zuvor noch 5.300.- Euro).

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Der größte Einbruch aber war festzustellen beim überregionalen Spendenverhalten. Statt der 14.000.- Euro des Vorjahres, kamen wir diesmal nur auf 1.290.- Euro. Rechnet man die weit geringeren Pro-Kopf-Spenden dazu (mit dem traurigen Rekord in Berlin, wo knapp 400 Zuschauer gerade mal 464.- Euro spendeten) so hat man die einzelnen Gründe für die geringen Spenden.

Ich hatte ja nun zwei Wochen Zeit auch darüber nachzudenken, welche Gründe es haben könnte, daß die Spendenbereitschaft in Sachen „Umweltschutz“ so viel geringer ausfiel. Zum einen fehlte an vielen Orten die Unterstützung der Umweltschutzgruppen. Das sieht man im Umkehrschluß am positivsten Beispiel der gesamten Tour, in Rethem an der Aller, bei der die BUND-Ortsgruppe nur aus einem einzigen Mitglied besteht. Diese Frau aber hat nicht nur die „Konkurrenz“-Gruppen NABU und Greenpeace aktiviert und ein ganzes Festival um unser Konzert ins Leben gerufen, sie hat auch dafür gesorgt, daß Fachleute zu Wort kamen und ausführliche Infotafeln bereitstanden – so konnten sich die Konzertgänger ein gutes Bild machen, wie notwendig ihre Spenden sind und wofür sie gebraucht werden – was zur Folge hatte, daß 150 Zuschauer 1.150.- Euro spendeten. – (An dieser Stelle möchte ich auch Lob und Dank für ähnlich gute Unterstützung an die BUND- und Umweltschutz-Gruppen in Kiel, Minden, Hannover, Dessau, Magdeburg, Duisburg, Bochum, Koblenz, Köln, Ulm und Lindau aussprechen!) – Aber ohne Hintergrundinformationen am Abend in Tübingen, Stuttgart, Augsburg, Saarbrücken, Trier, Ingolstadt, Hildesheim, Hagen, Bremen, Braunschweig, Oldenburg, Hamburg und Leipzig, fehlten den Konzertbesuchern dort einfach die konkreten Fakten wofür ihr gespendetes Geld verwendet werden soll und warum diese Spenden dringend gebraucht werden.

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Ein weiterer Grund bestand auch in der überraschenden Erkenntnis, daß das Thema „Umweltschutz“ mittlerweile konservativ besetzt ist. Der Umweltschützer von heute, das ist längst nicht mehr der wütende Jugendliche, der gegen die rücksichtslose Industrialisierung rebelliert, das sind zumeist ältere Bürger, die gerne wandern und Vögel beobachten und an ihrem Lebensabend etwas zum Erhalt der Natur und der farbenfrohen Welt tun wollen. Diese Bevölkerungsgruppe hat zwar das Flussprojekt sehr wohlwollend zur Kenntnis genommen, aber sie sind längst keine Konzertgänger mehr und spenden auch nicht überregional, weil die Bankverbindung erstens nur per Internet erhältlich war und weil sie zweitens fast immer schon in irgendeiner Umweltgruppe Mitglied sind und monatlich ihren Beitrag errichten.

Und schließlich, immer wieder deutlich zu spüren: man geht allgemein davon aus, daß für den Umweltschutz genug getan wird. Und wenn eine Tierart ausstirbt, wenn Schmetterlinge und Salamander verschwinden: – wenn juckt das schon, wenn er ohnehin seit Jahren keinen mehr davon gesehen hat?!

Ich kann abschließend dazu nur sagen: daß ich (und mein tolles Flussteam) 48 mal dieses Angebot gemacht haben: mitzudenken, mitzuschwimmen, ein bisschen was für die bedrohten Pflanzen und Tiere abzugeben – es ist unterschiedlich angenommen und unterschiedlich unterstützt worden. Aber es waren letztendlich doch Tausende, die gekommen sind, zugehört und mitgemacht und etwas gegeben haben. Ohne euch hätte ich aufgeben müssen. Vielen Dank!

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Der BUND Zunächst möchte ich mich bedanken bei meinem Partner, dem BUND – in allererster Linie bei Mark Hörstermann, Christiane Bohn und bei der unermüdlichen Antje Quitta. Die drei haben in Sachen Pressearbeit unaufhörlich gewirbelt und mich großartig unterstützt.
Außerdem bei den BUND Gruppen in Lindau, Ulm, Karlsruhe, Bad Münster, Hanau, Mainz, Saarbrücken, Marburg, Köln, Bonn, Düsseldorf, Koblenz, Rosenheim, München, Kronach, Kassel, Bamberg, Würzburg, Nürnberg, Bochum, Duisburg, Rethem, Dortmund, Magdeburg, Dessau, Dresden, Potsdam, Gera, Hannover, Minden, Jameln und Kiel, die uns empfingen, bewirteten, begleiteten und tatkräftig zur Seite standen.

Die Künstler Wie auch schon beim „Lauf gegen die Kälte“ war die Unterstützung seitens meiner Künstlerkollegen einfach grandios und für mich eine wunderbare menschliche Erfahrung.
Allen voran möchte ich Götz Widmann und Danny Dziuk danken, die gleich vier Mal mit uns für die Flüsse auf die Bühne gingen. Ein Riesendank auch an Konstantin Wecker, der nicht nur das Projekt eröffnete, sondern auch noch seinen Flügel zur Verfügung stellte und seinen tollen Tontechniker Christoph Bohmeier mitbrachte. Ein spezieller Dank auch an Axl Makana, der uns nicht nur auf der Bühne, sondern auch schwimmend in Spree und Elbe begleitete. Und besonders danken möchte ich auch Bodo Wartke, der seine beiden Gastauftritte in München und Koblenz trotz gebrochenen Beines wahrnahm.
Mit dabei außerdem: Thomas Fender, Stoppok, Jess Jochimsen, der Mannheimer Kulturknall, Heiner Kondschak, Majiken, Referend Schulz, Christina Lux, Anne Haigis & Jens Filser, Sebastian Krämer, Anka Zink, Bernd Gieseking, Manfred Maurenbrecher, meine Workshop-StudentInnen aus Würzburg, Geknickte mit, Gymmick, Frank Baier, Alex Amsterdam, Slicks Kitchen, Simon & Jan, Ingo Pohlmann, Barbara Thalheim & Jean Pacalet, Wortfront, Matze Jechlitschka, Meike Köster, Grillmaster Flash, Der Tunnel am Ende des Lichts, Christian Haase, Die Improkokken, Elbesänger Kurt, Sven Panne und der Fall Böse – ihr alle habt diese Konzerte zu einem unvergesslichen Miteinander gestaltet. Habt vielen vielen Dank dafür!

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Mein „Team“ – euch gebührt der größte Dank. Wer kann schon von sich behaupten, daß er Mitmusiker hat, die so treu sind: nicht nur ohne Gage 50 Benefitzkonzerte mitzuspielen, nein, auch noch jeden Morgen um 6 Uhr aufstehen, drei Stunden Autofahren, bei Wind und Wetter das Kanu laden, bis zu 9 Stunden mitpaddeln, aufladen, abladen, Soundcheck, bis Mitternacht spielen, zwei Stunden Autofahren, vier Stunden Schlafen – und alles von vorne – und wieder und wieder! Es ist ein sehr beglückendes Erlebnis in euch nicht nur Musiker gefunden zu haben, die auch weltanschaulich hinter mir stehen, sondern richtige Freunde sind: Danke Enno Dugnus, Ingo Hassenstein, Claudio Spieler, Dominik Dittrich und Maria Schneider für euren unglaublichen Einsatz!
Ich danke außerdem meinen Kindern dafür, daß sie mit ihrem rebellischen Papa so viel Verständnis hatten und so lange auf ihn verzichten und sich Sorgen machen mussten.
Ich danke dem Kanu-Peter dafür, daß er uns sein nagelneues Kanu drei Monate lang zur Verfügung stellte und nur lächelte, als er es beinahe schrottreif zurückbekam.
Ich danke auch allen Veranstaltern, die, ohne einen Cent zu verdienen, sich so unglaublich bemüht haben, dieses Projekt zu einem Erfolg werden zu lassen.
Ich danke auch meinem kreativen und tollen Webmaster Carsten Dobschat, der zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit stand auch die irrsinnigsten Wünsche zu erfüllen.
Ich danke Ann fürs Einspringen, wenn kein anderer konnte. Ich danke Rebecca, die statt Ferien zu machen, jeden Moment nutzte, ihrem wahnsinnigen Freund zur Seite zu stehen.
Vor allem aber danke ich Linn, die nur gekommen war, um Fotos zu machen und dann blieb und uns ihren Bus lieh und auch nach fünfmaligem Zusammenbruch immer wieder lieh, die fast tausend Kilometer neben mir her paddelte, nie jammerte, sich nie beschwerte und ohne die ich dieses Projekt niemals in dieser Form hätte realisieren können. Du warst die Größte!