Bereits 2006 machten die Liedermacher Konstantin Wecker und Heinz Ratz in einer gemeinsamen Tour auf die fast unmerklich wachsende Neonazi-Szene aufmerksam. Schon damals schlug ihnen heftiger Widerstand entgegen. So sagte z.B. der Landrat in Halberstadt auf Druck der NPD das Konzert der beiden Künstler ab. In Hoyerswerda erklärte man, keine Neonazis mehr in der Stadt zu haben.

Heinz RatzHeute gehören brennende Flüchtlingsheime, rechte Drohungen und öffentliche faschistische Äußerungen fast schon zum Alltag.
An Unmenschlichkeit aber darf man sich niemals gewöhnen.
Deshalb wollen Wecker und Ratz nun erneut ein Zeichen setzen.
10 Jahre nach ihrer Antifa-Tour gründen sie das BOK (Büro für Offensivkultur), das als eine Art schnelle musikalische Eingreiftruppe agieren soll. Angestrebt wird ein pazifistisches, antifaschistisches Netzwerk aus Künstlern, Veranstaltern und lokalen Vereinen, das ein sofortiges Reagieren auf Menschenrechtsverletzungen, rechte Bedrohung oder Umweltdelikte möglich machen soll.

2017 hat Ratz mit seiner Band Strom&Wasser 165 Konzerte eintrittsfrei, nur auf Spendenbasis, und vornehmlich in politisch „schwierigen“ Regionen gegeben, um das BOK zu präsentieren und ein Netzwerk aus Unterstützern zu schaffen: Menschen, die bereit sind, im Notfall Übernachtungsplätze zu stellen, Bühnentechnik zu organisieren oder Werbung für die Aktion zu machen. Meldet euch bei uns, wenn ihr das BOK unterstützen möchtet.

„Man muss sich wehren, solang man kann. Denn wer sich fügt, der fängt bereits ganz insgeheim zu lügen an“, sang Konstantin Wecker in den 70er-Jahren. Dies gilt heute mehr denn je. Und Heinz Ratz fasste in einem Lied stimmig zusammen, was das Büro für Offensivkultur sein will:

Gegen das Starre – SPRUNGBEREIT

www.offensivbuero.de