Freiheit ist ein Paradies (feat. The Refugees)

Veröffentlicht am 20. Sep 2013 / Hören, Liedermacher

Als ich, verzweifelt über das Elend, das sich bei unserer Tour 2011 in den vielen Besuchen der Flüchtlingslager bot, mich Anfang 2012 dazu entschied, dieses nahezu unmöglich scheinende Projekt auf die Beine zu stellen, musste ich erst einmal den Lärm der gutgemeinten Ratschläge, der Zweifel, der politischen Häme, der rechtlichen Bedenken beiseite schieben, um auf die leise Stimme hören zu können, die jeder Mensch als beste Ratgeberin in seinem Tiefsten besitzt. Und sie sagte mir damals: Tu’s trotzdem!

Wenn ich jetzt davon spreche, dass wir im Dezember unser letztes Konzert mit dem Refugee-Programm geben wollen, erhebt sich ein ganzer Chor aus bedauerndem, traurigem, manchmal auch wütendem Protest. Jetzt ausgerechnet, wo das Projekt so erfolgreich sei, jetzt, da uns die politischen Gruppen so dringend bräuchten, wo die Zukunft der Refugees noch nicht dauerhaft gesichert sei, wo wir doch so viele Fans hätten. Und wieder schiebe ich den Lärm beiseite. Und wieder sagt mir mein Innerstes: Tu’s trotzdem!
Denn es ist der richtige Moment…

Was Kunst politisch bewirken kann – das haben wir mit diesem Projekt erreicht. Wir haben vor weit über hunderttausend Zuschauer auf den Konzerten gespielt, wir konnten Millionen über Rundfunk und Fernsehen auf die verzweifelte Situation von Flüchtlingen in Deutschland und Europa aufmerksam machen. Wir haben Menschen, die in der Gesellschaft keine Stimme haben, eine Bühne gegeben. Eine Pflanze, die im trostlosen Abseits wurzelte, die kaum Wachstumschancen hatte – hat es zu einer schönen, farbenprächtigen Blüte geschafft. Mehr ist nicht möglich. Jede Steigerung ist nur in kommerziellen Bahnen denkbar.
 


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